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Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Kinderbetreuung

„Die Eltern sollen und müssen abschätzen können, was ihre Kinder beim Besuch eines Kindergartens oder einer Tagespflegestelle erwartet. Deshalb sind verbindliche Qualitätsstandards erstrebenswert.“

Jugendamtsleiter Gerhard Handermann vom Kreis Höxter zeigte sich angesichts des großen Interesses bei der Auftaktveranstaltung zum trägerübergreifenden Qualitätsentwicklungsprozess zuversichtlich, dass die gesteckten Ziele erreicht werden können.

„Die Einrichtungen und Kindertagespflegestellen haben bereits unterschiedliche Konzeptionen, Zertifikate und Qualitätssiegel bis hin zu Qualitätshandbüchern“, machte Handermann den anwesenden Vertretern der verschiedenen Träger von Einrichtungen Mut. „Bei der Entwicklung von verbindlichen Qualitätsvereinbarungen zwischen Jugendamt und Trägern von Kindertageseinrichtungen wollen wir möglichst viel Freiraum zur Mitgestaltung lassen.“ Damit sei es jeder Einrichtung möglich, ihre Identität zu bewahren und ihr Profil zu schärfen. Dieser Ansatz stieß bei den Vertretern der Städte ebenso wie bei den privaten und kirchlichen Trägern auf große Zustimmung.

Qualitätsentwicklung Referenten
In der Aula des Kreishauses in Höxter ist der Startschuss gefallen für eine trägerübergreifende Qualitätsentwicklung in den Kindertagespflegeeinrichtungen im gesamten Kreis Höxter. Über den harmonischen Verlauf der Auftaktveranstaltung freuen sich (von links): Ulrike Schmidt vom Kreis Höxter, Jutta Schefer vom Landesjugendamt, Moderator Dietmar Jäkel, Christa Döcker-Stuckstätte vom Landesjugendamt, Jugendamtsleiter Gerhard Handermann und Moderatorin Margitta Hunsmann. Foto: Kreis Höxter

Christa Döcker-Stuckstätte vom Landesjugendamt Münster machte noch einmal deutlich, dass mit der Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes die Qualitätsentwicklung verpflichtend sei. „Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe müssen gewährleisten, dass eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung erfolgt.“ Das Landesjugendamt stehe dabei beratend zur Seite, um Qualitätskriterien zu entwickeln, die messbar und überprüfbar seien. „Wichtig ist dabei ein schrittweises Vorgehen, wobei die Ressourcen und Möglichkeiten vor Ort berücksichtigt werden müssen.“ Sie lobte die Initiative des Kreises Höxter, hier Hand in Hand mit den verschiedenen Trägern an die Umsetzung zu gehen.

Der Frage „Was ist überhaupt Qualität in der pädagogischen Arbeit?“ widmete sich Ulrike Schmidt, Fachberaterin des Kreises Höxter für Tageseinrichtungen für Kinder und Mitautorin der Landesbroschüre zur Qualitätsentwicklung. Sie machte an dem Beispiel Sprachförderung deutlich, dass nicht jeder für sich diese Verantwortung annehmen, sondern ein gemeinsamer Qualitätsdialog gestartet werden solle. „Es geht darum, uns trägerübergreifend zu informieren, zu verständigen und gegebenenfalls auch zu vereinbaren“, so Schmidt. „Nicht zuletzt würden auch die Familien profitieren, die sich bei aller Freiheit bei der Wahl der Kindertageseinrichtung doch auch sicher sein könnten, dass ihre Kita sich im fachlichen Austausch mit dem Jugendamt und allen Kitas im Kreis befindet.“

Mithilfe von Diskussionsforen wurden verschiedene Aspekte einer trägerübergreifenden Qualitätsentwicklung erörtert. Margitta Hunsmann aus Schwerte, die als externe Beraterin gemeinsam mit Dietmar Jäkel auch durch die Veranstaltung führte, fasste die Erkenntnisse zusammen und wies darauf hin, dass nun in weiteren Treffen die Grundlagen für eine erfolgreiche Umsetzung gelegt werden müssen. So wird es im Oktober darum gehen, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln und Ziele zu vereinbaren. Bei einem Treffen im November sollen dann Strukturen, Prozesse, Rollen und die gemeinsame Vorgehensweise geklärt werden. Die Ergebnisse dieser Beratungen sollen dann am 24. November im Jugendhilfeausschuss präsentiert werden.