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Kiebitzschutz: Landwirte können für die Brutsaison 2017 kurzfristig Fördermittel beantragen

Kiebitze, die durch ihre kecke Federhaube auffallen, gehören zu den besonders geschützten Feldvogelarten. „Ihr Bestand geht seit Jahren stark zurück“, sagt die Leiterin der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Höxter, Dr. Kathrin Weiß.

Landwirte, die sich für den Kiebitz-Schutz einsetzen, können für die Brutsaison 2017 ab sofort Fördergelder beim Kreis Höxter beantragen.

Wie viele andere Feldvogelarten sind auch die Kiebitze inzwischen in ihre Brutgebiete im Kreis Höxter zurückgekehrt. Zwar bevorzugen die schmucken Wildvögel feuchte Wiesen und Weiden, doch besiedeln sie seit einigen Jahren verstärkt Ackerland. Zunehmend engagieren sich deshalb auch Landwirte für den Schutz der gefährdeten Vogelart – bisher oft auf eigene Kosten. So stellen sie für die Kiebitze Grünlandbrachen und Blühstreifen zur Verfügung, wo die Wildvögel brüten und Insekten als Nahrung finden. Um den Bruterfolg nicht zu gefährden, markieren Landwirte die Gelege, um sie bei der Bewirtschaftung der Felder weiträumig zu umfahren. Für den Artenschutz sind sie bereit, verminderte Erträge in Kauf zu nehmen.
 

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Kiebitze brüten oft auf Feldern. Für den Schutz der gefährdeten Feldvogelart können Landwirte ab sofort Fördermittel beantragen. Foto: Frank Grawe


Kurzfristig hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen für die Brutsaison 2017 Fördermittel speziell für Landwirte bereitgestellt. „Die Förderung ist Anerkennung und Anreiz zugleich“, begrüßt Dr. Weiß Maßnahmen zum Artenschutz in der Landwirtschaft.

Landwirte mit Flächen in Brutgebieten des Kiebitzes und anderer geschützter Feldvögel können für die Brutsaison 2017 kurzfristig Anträge auf Förderung beim Kreis Höxter einreichen.

Darüber hinaus gibt es ab der Brutsaison 2018 Fördergelder zur angepassten Flächenbewirtschaftung zum Kiebitzschutz in angestammten Brutgebieten über den Vertragsnaturschutz. Die Vertragslaufzeit beträgt fünf Jahre. Die Förderung kann ebenfalls ab sofort beim Kreis Höxter beantragt werden.

Auskünfte beim Kreis Höxter gibt Antje Kayser, Telefon 05271 / 965-4217, E-Mail: a.kayser@kreis-hoexter.de.