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Gelungener Praxistag mit Impulsen für die Jugendarbeit

„Tür auf für Kultur“ heißt eine Veranstaltungsreihe, bei der es darum geht, Ideen für künstlerische Projekte in der Offenen Jugendarbeit zu verwirklichen. In der Jugendfreizeitstätte Brakel haben nun heimische Kulturakteure mit der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW Erfahrungen ausgetauscht und erste Impulse für Kooperationen zwischen Kulturschaffenden und Einrichtungen der Jugendarbeit gegeben.

Dass die Förderung der Kultur im Kulturland Kreis Höxter nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, zeigte Brakels Bürgermeister Hermann Temme. Er hatte ganz bewusst für diesen Praxistag auf die Teilnahme an einer Parallelveranstaltung verzichtet und sprach bei der Begrüßung vor allem Ingrid Roland, der Leiterin der Jugendfreizeitstätte Brakel seinen herzlichen Dank aus. Sie zeige schon seit Jahren ein außergewöhnlich großes Engagement in der Jugendarbeit und habe die Jugendfreizeitstätte in Brakel zu einer echten Größe im Kreis Höxter entwickelt, wenn es um kulturelle Angebote für Jugendliche gehe.
 

Praxistag_Brakel_Offiziell
Hatten allen Grund, zu strahlen: Arbeitsstellenleiterin Brigitte Schorn, Bürgermeister Hermann Temme, Kulturmanagerin Julia Siebeck, Kreisdirektor Klaus Schumacher und Jugendfreizeitstättenleiterin Ingrid Roland (von links) freuten sich über einen gelungenen Praxistag, auf dem erste Impulse für Kooperationen zwischen Kulturschaffenden und Einrichtungen der Jugendarbeit gegeben wurden. Foto: Kreis Höxter


Kreisdirektor Klaus Schumacher erinnerte kurz an den Kulturplanungsprozess, in dem 2013 die Ziele für die Zukunft unserer Kultur formuliert worden seien. „Die gute Zusammenarbeit von Kulturbüro, Jugendamt und dem Arbeitskreis Jugend im Kreis Höxter machen es unter anderem möglich, kulturelle Arbeit näher mit der Jugendarbeit zusammenzubringen.“ Sein Dank galt den Künstlerinnen und Künstlern aus dem Kreis Höxter, die sich zum Teil schon für verschiedene Projekte der kulturellen Bildung engagiert haben. Er appellierte an die Teilnehmer, den Praxistag als Plattform zu nutzen, sich gegenseitig kennenzulernen und gemeinsam Ideen für kulturpädagogische Projekte zu entwickeln.

Wie gut das funktionierte, sorgte nicht nur bei Klaus Schumacher für Freude, sondern vor allem bei Brigitte Schorn, der Leiterin der „Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“ aus Remscheid. „Dies war ein sehr kreativer und ereignisreicher Tag“, zog sie ein positives Fazit und lobte die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler. Vor allem verschiedene Aktionen zum Mitmachen, ob gemeinsames Singen, Improvisationstheater oder kreatives Arbeiten mit aus Naturstoffen hergestellten Farben, fesselten die Teilnehmer.
 

Praxistag_Brakel_Becker_Gruppe
Mitmachen war angesagt, als die heimischen Kulturschaffenden sich vorstellten. Hier demonstriert Heidrun Becker aus Gehrden (vorne links), wie man mit den von ihr selbst hergestellten natürlichen Farbstoffen Kreativität entwickeln kann. Foto: Kreis Höxter


Heidrun Becker, Bildende Künstlerin aus Gehrden, Anna-Sophie Achilles, Sopranistin aus Sandebeck, Madeline Sprock und Christian Höke, Filmemacher aus Höxter, Jekaterina Knyasewa, Fotografin aus Nieheim, Laura Schlütz, Mode- und Textildesignerin aus Steinheim, sowie Akampita Steiner, im Kreis Höxter verwurzelte Schauspielerin, Sängerin und Musikerin aus Osnabrück, stellten eindrucksvoll unter Beweis, welches kreative Potential in der Region schlummert. Sie alle nutzten am Nachmittag die Gelegenheit, mit den Landesarbeitsgemeinschaften der kulturellen Kinder- und Jugendbildung in NRW in einen regen Austausch zu treten. Ein Vortrag über Finanzierungsmöglichkeiten für Kulturprojekte in der Jugendarbeit rundete den Praxistag ab.

„Das interessante und vielseitige Angebot der Landesarbeitsgemeinschaften hat uns gezeigt, welche Möglichkeiten sich bieten“, sieht Julia Siebeck, Kulturmanagerin des Kreises Höxter, optimistisch in die Zukunft. „Schön wäre es, wenn es zur Gründung einer Projektgruppe von Fachkräften aus der Offenen Jugendarbeit bei uns im Kreis Höxter käme.“ Ziel müsse sein, Konzepte für nachhaltige Kooperationen mit Akteuren aus Kunst und Kultur zu entwickeln.