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Großübung mit 700 Einsatzkräften am 1. Juni in Höxter

Eine Großübung wird am Samstag, 1. Juni 2019, zwischen 8 und 14 Uhr in Höxter durchgeführt. Die historische Altstadt wird vom Übungsgeschehen nicht betroffen sein, da der Schwerpunkt außerhalb des Innenstadtbereichs liegen wird. Dennoch kann es durch das hohe Aufkommen an Einsatzkräften und Fahrzeugen zu vorübergehenden Verkehrsbehinderungen kommen. Dafür bittet der Kreis Höxter um Verständnis.

„Mit 700 Einsatzkräften und 100 Fahrzeugen von Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus den Kreisen Höxter, Paderborn und Herford wird es eine der bisher größten Übungen in der Region sein“, sagte Landrat Friedhelm Spieker bei der Ankündigung der Übung im Kreishaus. Vorsorge zu treffen, sei in vielen Bereichen unerlässlich, insbesondere jedoch im Katastrophenschutz. „Es ist uns wichtig, dass wir auf den Ernstfall so gut wie möglich vorbereitet sind, auch wenn wir inständig hoffen, dass er nicht eintritt“, betonte Spieker.

Vorstellung Großübung Wesersturm
Haben das Übungsszenario und die Ziele der Übung im Kreishaus vorgestellt (von links): Fachbereichsleiter Matthias Kämpfer und Stefan Nostitz (Kreis Höxter), Philipp Mantel (Bezirksregierung Detmold), Florian Mantel (Kreis Höxter), Landrat Friedhelm Spieker, stellvertretender Kreisbrandmeister Jürgen Schmits und Kreisbrandmeister Rudolf Lüke (beide Leiter der Großübung). Foto: Kreis Höxter

Für den Ernstfall vorbereitet

Unter der Federführung des Kreises Höxter als untere Katstrophenschutzbehörde wird die Einsatzübung in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Detmold und der Stadt Höxter durchgeführt. „Ziel ist es, die überörtliche Zusammenarbeit der unterschiedlichen Hilfsorganisationen und die Umsetzung der Katastrophenschutzkonzepte von Kreis und Land in der Einsatzpraxis zu beüben“, erläuterte der Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Straßenverkehr beim Kreis Höxter, Matthias Kämpfer. Auch die Alarmierungsprozesse, die Abstimmung der Abläufe  und die Kommunikation sollen beübt werden.

Als Übungsszenario wird angenommen, dass in der Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni 2019 ein Sturmtief von Osten nach Westen über den Kreis Höxter gezogen ist. Deshalb heißt die Großübung „Wesersturm 2019“.

Es wird angenommen, dass umgestürzte Bäume Straßen und Wege blockieren und in einigen Bereichen der Strom ausgefallen ist. „Das Dach einer Firmenhalle, in der Gefahrgut lagert, wird vom Sturm abgehoben und stürzt teilweise ein“, beschrieb Kreisbrandmeister Rudolf Lüke das weitere Szenario. Er leitet die Übung zusammen mit seinem Stellvertreter, Jürgen Schmits. „Nach der Feststellung der Großeinsatzlage durch den Landrat fordert der Kreis Höxter beim Meldekopf der Bezirksregierung Detmold weitere Unterstützung an“, schilderte er den weiteren Hintergrund des Übungsgeschehens.

Überörtliche Hilfeleistung

Je nach Gefahrenlage greifen die unterschiedlichen Kreis- und Landeskonzepte zur Schadensbewältigung ineinander. „Eine Übung in dieser Größenordnung bietet Einsatzkräften die Chance, das Zusammenwirken der bestehenden Konzepte und die überörtliche Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen im praktischen Einsatz zu üben“, erklärte Forian Mantel. Bei der Bezirksregierung Detmold ist er für den Katastrophenschutz zuständig.

Im Übungsszenario übernimmt die Freiwillige Feuerwehr Höxter die Gefahrenabwehr vor Ort, während Einsatzkräfte aus dem Nachbarkreis Paderborn im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung die Versorgung von Verletzten mit einem Behandlungsplatz sicherstellen. Bis zum Eintreffen der Kräfte aus Paderborn übernehmen im Übungsszenario das Deutsche Rotes Kreuz, der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter Unfallhilfe die Betreuung und Erstversorgung vor Ort. Der Kreis Herford wird Fahrzeuge und Einsatzkräfte für den Transport von Verletzten ins Krankenhaus zur Verfügung zu stellen. Der Messzug des Regierungsbezirks wird die Überprüfung nach Schadstoffen üben, während Einsatzkräfte aus dem Kreis Höxter die Reinigung von Gefahrstoffen üben werden.

Beteiligte Einsatzkräfte

An der Übung des Kreises Höxter nehmen rund 700 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks (THW), der Deutschen Lebensrettungs­gesellschaft (DLRG), vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), Malteser Hilfsdienst und von der Johanniter Unfallhilfe teil - überwiegend aus dem Kreis Höxter sowie im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung im Zuge der Landeskonzepte auch aus ganz Nordrhein-Westfalen. Ferner ist die Führungsunterstützung der Bezirksregierung, die Mobile Führungsunterstützung, in die Übung eingebunden.

Der DLRG Landesverband Westfalen wird sich im Rahmen seiner jährlichen Einsatzübungen - in diesem Jahr vom 30. Mai bis zum 2. Juni 2019 im Bereich der Stadt Höxter - an der Großübung „Wesersturm 2019“ des Kreises Höxter mit mehreren Wasserrettungszügen beteiligen.

Dank des Landrates

Im Namen des Kreises Höxter als Übungsveranstalter dankt Landrat Friedhelm Spieker allen ehrenamtlichen Einsatzkräften, die sich zum Wohle ihrer Mitmenschen freiwillig engagieren. „Sie sind bereit, nicht nur für Einsätze, sondern auch für Schulungen und Übungen ihre Freizeit zu opfern“, hob der Landrat hervor.  Sein Dank gilt auch allen hauptamtlichen Kräften, die an der Vorbereitung und Durchführung der Großübung mitwirken.

Der Kreis Höxter als Veranstalter der Großübung in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Detmold und der Stadt Höxter bedankt sich darüber hinaus bei der Bundeswehr Höxter und dem Herzöglichen Haus für die Bereitstellung von Flächen für die Durchführung der Übung.

Zugleich bat der Landrat die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für mögliche vorübergehende Verkehrsbehinderungen.