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Kreis Höxter bildet Lehrkräfte zum Lerncoach aus: Die Motivation zum Lernen wiederfinden

Lerncoachs begleiten Schülerinnen und Schüler, die Probleme haben, im Unterricht mitzukommen. Der Kreis Höxter hat 13 Lehrkräfte aus sechs verschiedenen Schulen dazu ausgebildet, Kinder und Jugendliche zu unterstützen und gezielt deren Lernmotivation zu fördern.

Nicht alle Schülerinnen und Schüler einer Klassengemeinschaft lernen gleich schnell und auf dieselbe Art und Weise. „Diese Thematik bestand bereits im regulären Schulalltag und wird durch Corona und das damit einhergehende Distanzlernen wahrscheinlich noch stärker sichtbar“, sagt Kreisdirektor Klaus Schumacher. Das Konzept des Lerncoachings konzentriert sich auf die individuelle Lernpersönlichkeit eines Schülers.

Lehrer und Schüler finden gemeinsam heraus, welche Lernstrategie sich als die beste erweist und wie der Lernende sich selber motivieren kann. „Wenn Schülerinnen und Schüler an einer Stelle wiederholt nicht weiter kommen, entwickeln sie Frust und hören an diesem Punkt manchmal sogar ganz auf“, sagt Projektkoordinatorin Andrea Schäfer vom Kreis Höxter. Mit Hilfe des Coachs lernen sie, richtig zu lernen, und können sich weiterentwickeln.

Abteilungsleiter der Abteilung Bildung und Integration Dominic Gehle, Projektkoordinatorin und Mitarbeiterin der Abteilung Bildung und Integration Andrea Schäfer und Kreisdirektor Klaus Schumacher vor einer Beamer-Präsentation.
Gratulieren online allen Teilnehmenden zum erfolgreichen Abschluss der Fortbildung zum Lerncoach (von links): Abteilungsleiter der Abteilung Bildung und Integration Dominic Gehle, Projektkoordinatorin und Mitarbeiterin der Abteilung Bildung und Integration Andrea Schäfer, Kreisdirektor Klaus Schumacher. Foto: Kreis Höxter

Um die Lernberatung optimal in den Schulalltag einbinden zu können, stellen die Schulen eigene Räumlichkeiten für das Coaching zur Verfügung. „Leistungsschwache Schülerinnen und Schüler werden dem Lerncoach gemeldet, damit dieser sich intensiv mit ihnen auseinandersetzen kann. Es kommt aber auch vor, dass leistungsstarke Schüler von sich aus in die Beratung gehen, wenn sie in einem bestimmten Bereich Lernschwierigkeiten haben“, erklärt Leiter der Abteilung Bildung und Integration, Dominic Gehle.

Die Ausbildung zum Lerncoach umfasst etwa ein Jahr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren zunächst eine Schulung zum Lerncoach, um die theoretischen Grundlagen zu erlernen. Im Anschluss folgt die Qualifizierung, bei der sich die Theorieeinheiten immer wieder mit praktischen Phasen abwechseln. „So können die Lehrkräfte das erworbene Wissen direkt anwenden und sich über ihre Erfahrungen austauschen“, sagt Referentin Hanna Hardeland. Sie ist Lehrerin und anerkannte Lerncoach- und Lernberatungs-Expertin.

Die Fortbildung verlief aufgrund der Corona-Pandemie teilweise digital. Auch die Übergabe der Zertifikate erfolgte bei einem Online-Meeting gemeinsam mit allen Teilnehmern, Kreisdirektor Klaus Schumacher und Andrea Schäfer sowie Dominic Gehle.