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Angebote für Kinder und Jugendliche von 10 bis 14 Jahren: Kreis Höxter setzt weiter auf „Kulturrucksack“

20.04.2021: Der Kreis Höxter hat sich entschieden, angesichts der Corona-Pandemie auch beim NRW-Landesprogramm „Kulturrucksack“ neue Wege zu gehen. „Leider lassen sich die beliebten Kurse mit heimischen Künstlerinnen und Künstlern oft nicht wie gewohnt umsetzen“, erläutert Kreisdirektor Klaus Schumacher. Deshalb suchen alle Akteure des Kulturrucksacks seit letztem Jahr erfolgreich nach kreativen Lösungen. So finden viele Kurse im Freien statt oder werden zum Teil in ein digitales Format umgewandelt.

Schon seit 2013 nimmt der Kreis Höxter regelmäßig am Landesprogramm Kulturrucksack teil. „Bisher begründete unser Konzeptansatz den Erfolg, dass möglichst lückenlos in allen Städten des Kreises attraktive Kulturrucksackangebote stattfinden. Jährlich sind es über dreißig verschiedene Projekte gewesen“, blickt Schumacher zurück. Die Hauptidee war immer, einen Künstler direkt an seiner Wirkungsstätte – dem Atelier – aufzusuchen. „Dabei geben die Künstlerinnen und Künstler nicht nur ihr Wissen und Können, sondern vor allem ihre Leidenschaft zur jeweiligen Kunstsparte an die Jungen und Mädchen weiter“, so Schumacher. „Nun müssen wir neue Wege finden.“

„Die Dynamik der Pandemie hat uns bereits im letzten Jahr gelehrt, dass die geplanten Projekte zum Teil verschoben oder in ein anderes Format umgewandelt werden mussten“, erläutert Kulturmanagerin Stephanie Koch und dankt allen Akteuren, wie flexibel sie auf die aktuellen Gegebenheiten reagiert haben. Um beweglich zu bleiben, wird wie schon letztes Jahr darauf verzichtet, den üblichen Flyer zu drucken. Wichtige Anlaufstelle für den Kulturrucksack ist die kreiseigene Kultur-Internetseite www.netzschafftkultur.de.

Auf Initiative des Kulturbüros des Kreises Höxter wird im August erstmalig ein Kombinationsprojekt Kostümdesign und Theater angeboten. In dieser Projektkooperation arbeiten die Mode-Textil-Designerin Laura Schlütz und die Theaterpädagogin Melanie Peter Hand in Hand, so dass am Ende ein bühnenreifes Theaterstück inklusive eigener Kostümierung entsteht. „Wir sind sehr stolz darauf, dieses hochkarätige Format im ländlichen Raum anbieten zu können“ sagt Stephanie Koch, die sich freut, mit Hilfe der Theaterpädagogin Melanie Peter eine weitere Kultursparte im Kulturrucksack bedienen zu können.

Eine Dame arbeitet an ihrer Nähmaschine.
In den Kursen von Laura Schlütz mit ihrem „zero waste fashion design“ geht es darum, die komplette Länge und Breite des Materials mit in das Kleidungsstück einfließen zu lassen. Diese textile Nachhaltigkeit kommt bei den umweltbewussten Teilnehmenden gut an. Foto: Laura Schlütz

Und es gibt sogar noch eine Premiere: Zum ersten Mal besteht die Möglichkeit für die Kinder und Jugendlichen, im Kurs der Journalistin Victoria Antoni Anfang Juni in Nieheim einen eigenen Podcast zu erstellen. „Das sind nur einige Beispiele“, sagt Stephanie Koch mit einem Augenzwinkern. „Am besten schaut jeder einfach nach, ob für ihn etwas Passendes dabei ist.“

Zum Kulturrucksack-Programm


Mehr Kultur für Kinder und Jugendliche

Kulturelle Bildung kann einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen leisten. Voraussetzung allerdings ist, die Tür zu Kunst und Kultur für alle Kinder und Jugendlichen so früh und so weit wie möglich zu öffnen. Deshalb hat das Land gemeinsam mit den Kommunen und Kultureinrichtungen ein Landesprogramm auf den Weg gebracht: den Kulturrucksack Nordrhein-Westfalen. Ziel des landesweiten Vorhabens ist, allen Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren kostenlose oder deutlich kostenreduzierte kulturelle Angebote zu eröffnen.

Ansprechpartnerin beim Kreis Höxter ist Ariane Ollenborger, Telefon: 05271 / 965-32 13, E-Mail: a.ollenborger@kreis-hoexter.de.


Laura Schlütz zeigt 2 ihrer genähten Objekte.
Nicht nur beim Kulturrucksack für Kinder und Jugendliche engagiert sich Laura Schlütz mit einem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit. Foto: Lukas Günther